anstoss

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Erinnern Sie sich noch an ihre Liebhaber? Und gab es schon Polaroidkameras (es gibt sie schon lange), als Sie ihre ersten Liebhaber hatten? Und haben Sie gleich von jedem dieser Liebhaber mit einer solchen Kamera Bilder hergestellt, die man gemeinhin nicht zum Drogisten zum Entwickeln bringt? Nein? Haben Sie nicht? Vielleicht haben Sie etwas versäumt?

Dann lesen Sie mal hier. Es ist eine nette Art, sich an ihn zu erinnern, soll Jodie Marsh dem „Closer“ Magazine gesagt haben – behauptet jedenfalls Ananova.

Nein, nein ... keine Verlockung. Nur ein Blick in ein Bad - mein Bad - und es könnte bald Ihnen gehören.

meinbad

Offenbar habe ich Leserinnen (vielleicht gar Leser?) die ganz wild auf meinen kurzen Artikel über die Keuschhaltung von jungen Männern (auch Damen) vermittels elektronisch überwachter Höschen. Wer richtig hingelesen hat, der weiß, dass es sich bei dem Produkt im eine Finte handelt, mit der die amerikanischen Keuschheitsfanatiker durch den Kakao gezogen werden sollten – sie ließen sich, wie man vernehmen kann, auch kräftig durchziehen. Grund für mich, das Thema noch einmal aufzunehmen.

Männer, so will eine unter Frauen verbreitete Legende wissen, sind permanent geil, und sie machen dabei vor nichts halt, was weiblich und über achtzehn Jahre ist. Diejenigen, die ohnehin verfügbar sind, werden benutzt – der Rest wird irgendwie rekrutiert. Wenn sich nichts Passendes ergibt, bleibt der Puff, wenn das zu teuer erscheint, die durch pornografische Darstellungen gestützte Handarbeit. Oder eben im gekürzten Originaltext:

„Die Männer tun alles, wirklich alles, um diesen Trieb zu erfüllen ... können sie aus irgendwelchen Gründen den Trieb nicht natürlich nachgehen, dann gehen sie in die Welt der Fantasie. Sie masturbieren, wo immer sie können. Unter der Dusche, auf der Toilette, im Auto auf Parkplätzen, und all sich bietenden Gelegenheiten. Wissen Sie, dass manche Männer, obwohl sie eine feste Partnerin haben 2-3 Mal am Tag masturbieren?“

Nehmen wir mal an, sie hielten sich ein solches Exemplar in ihrer Wohnung. Was läge näher, als es daran zu hindern, dies zu tun? Freilich – wenn sie ihr Haustier tagsüber arbeiten schicken, bestehen natürlich wieder die bereits genannten Gefahren: Frauen (generell), Frauen (käuflich) und eben Masturbation. Wir hatten ja gelernt: Bei allen sich bietenden Gelegenheiten – und jeder Toilettengang ist eine Gelegenheit.

Also muss ein Instrument zur Keuschhaltung her, mit medizinischer Begründung – der Testosteronspiegel des Mannes steigt nämlich, und je mehr er steigt, umso mehr ... nun? Falsch geraten. Laut einer Beraterin im Web wird der Mann nämlich umso fürsorglicher und liebevoller, je mehr Testosteron er produziert – nur – er weiß es nicht. Na und dazu sagt dann Frau Dura, eine andere Keuschheitsberaterin: „Sie können Sex ohne Gegenleistung genießen. Sie konzentrieren sich nur auf sich selbst. Egal wann Sie Sex wollen. Ihr Mann wird praktisch immer Lust haben ... (er) ... wird wesentlich aufmerksamer und höflicher Ihnen gegenüber ... (er) wird schlicht und ergreifend gehorsamer Ihnen gegenüber.
Das mit dem Testosteron ist natürlich interessant – je mehr Testosteron, desto leichter lässt sich das Haustier „Mann“ halten? Oh, was les ich denn da bei Wikipedia? „Allgemein fördert ein unangemessen hoher Testosteronspiegel aggressive Verhaltensweisen ... (und negative Auswirkungen können sein): ... Aktivierung von Prostatakrebs, Erhöhung der Thrombosegefahr, Erhöhung der Herzinfarkt- und Arteriosklerosehäufigkeit. (Wikipedia)„

Die Lösung des Problems? Nun, wie man schnell erkennt, scheidet die ständige Käfighaltung unter Videokontrolle meist aus, weil das Exemplar gebraucht wird, um Talerchen nach Hause zu bringen. Draußen aber ist es dem schädigenden Umwelteinfluss „Frau“ ausgesetzt. Die Lösung? Teilkäfighaltung. Nicht der Mann selbst kommt in den Käfig, sondern der Körperteil, der als Verursacher des Elends gilt, wobei es im wesentlichen Polycarbonat und Stahlausführungen gibt. Ihr gemeinsamer Name: Peniskäfige.

Das Wichtigste daran ist natürlich, sie zu verkaufen – und dann geht es ihnen, wie manchem anderen Spielzeug auch: Manchmal wird einmal damit gespielt, manchmal ein paar Mal, manchmal häufig. Ständig? Die Dinger wirken, unter Hosen getragen, wie Renommiersuspensorien, das heißt, man sieht die Ausbeulungen aus Stahl und Kunststoff. – und Urintropfen stinken, wenn sie sich zersetzen. Sehen Sie, und damit haben dann die Menschen, die immer gerne diskutieren, wieder ein neues Thema – und nicht nur das: Man kann im Netz seitenlange Berichte über die Gefühle beim Zuschließen, Tragen und wieder Aufschließen veröffentlichen – und natürlich auch erfundene Geschichten, bei denen die Herren lechzend zu den Füßen der Damen liegen und um Aufschluss bitten – was die Damen natürlich höhnisch ablehnt.

Und so zieht der Zeitzeuge mal wieder den Schluss, dass es sich bei der Keuschhaltung des Mannes um ein weiteres Spiel der Erwachsenen handelt, das im Web freilich bereits zur urbanen Legende wurde. Einen wirklichen Sinn hat das Ganze nicht, aber warum auch?

Und bevor nun wieder jemand sagt, ich würde den Herstellern ihre Umsätze nicht gönnen – oh, ich gönne gerne. Das Geld kommt nicht gerade von den Leuten, denen in Hunger und Hoffart die leidige Zeit vergeht, sondern von jenen, die Hummer und Champagner im Kühlschrank haben – und Peniskäfige im Nachtschränkchen.

engel

Ich bin nämlich zu haben - beim Sehpferd.

Egal, welche Ansprüche sie ans Leben haben – sie sind zu hoch. Nennen Sie lieber drei Wünsche, und dann schreiben sie auf, wie sie in Erfüllung gehen könnten.

loggia

Dies könnte es sein - ab 01.07.2006

Das wöchentliche Geblubber aus den Algen – meist sonntags

Dieser Tage bewegten mich andere Dinge als das Web, die Blogs und selbst die menschliche Kommunikation. Zu solchen Zeiten schreibe ich einfache Texte, irgendetwas, was mir gerade in den Sinn kommt. Dann lese ich zum Beispiel mal wieder, was Jane Duval so weiß oder amüsiere mich über Fleshbot. Dann muss auch mal Gramse warten, dieser alte Spinner – Maslows Bedürfnispyramide kommt in den Vordergrund: Erst das, was die Existenz betrifft, dann der Rest.

Der Rest besteht aus dreierlei: erstens, das Zeug loszuwerden, das sich hier in Jahren angesammelt hat, zweitens, den großen Rest bei der Abfallverwertung abzulegen und drittens, den letzten Rest professionell entsorgen zu lassen - und dann wieder zuzulassen, an etwas Anderes zu denken. Fortschritte gibt es: Der Inhalt von Keller Nummer 1 wurde der Besitzerin mit unsäglichen Mühen und Zusatzkosten wieder zugeschickt, nachdem ich einen umfassenden Einblick darin bekam, wie flexibel deutsche Spediteure sind – erledigt wurde das Ganze dann durch einen Startup-Unternehmer, nachdem ich mir vom offiziellen Spediteur zum dritten Mal das Lamento von „geht nicht, wir nicht, nie und nimmer“ angehört hatte. Fortschritt Nummer 2: Aus allen Ecken kommen noch (mehr oder weniger) stilvolle Artikel aus Dänemark wieder hervor, teils noch aus erster Ehe und davor – die kommen jetzt zu Ebay. Die Schallplatten wurden privat verkauft – na also.

Leider immer noch nicht verkauft: meine Wohnungen. Zwei feste Interessenten hatten nicht genügend Geld, mit zweien gehen die Verhandlungen noch weiter. Letztes Ereignis: Da kommt ein Wohnungsmakler daher, der behauptet, der maximale Quadratmeterpreis für die Lage hier sei 1100 Euro, während bisher alle davor gewarnt haben, zu solchen Schnäppchenpreisen zu verkaufen. Mir scheint dies auch logisch: Ich habe eine besonders stilvolle, sehr helle und gut renovierte Wohnung in einer Lage, in der sich Nachbarn nicht gegenseitig stören, und die man auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichen kann. Das ist für Baden schon etwas Besonderes. Dass Schnäppchenjäger die Wohnung kaufen, glaube ich ohnehin nicht – dazu ist sie nicht konservativ genug. Ich habe die Wohnung schließlich damals auch nicht nach dem Quadratmeterpreis, sondern nach dem Zuschnitt der Wohnung gekauft. Damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich habe nichts gegen Makler – sie haben mich sowohl beim Kaufen wie auch beim Verkaufen schon hervorragend beraten – und ich bin nicht schlecht damit gefahren, ihren Rat auch anzunehmen. Nur hat mir noch keiner geraten, meine Wohnung von vornherein zum Schnäppchenpreis anzubieten.

Also geht der Kampf noch ein bisschen weiter – ziemlich auf Kosten meiner schriftstellerischen Arbeit und der Vorbereitung anderer Dinge, die auch für meine Zukunft wichtig sind – doch wie sagt man: Erste Dinge zuerst. Also werde ich wohl noch ein bisschen mehr Kraft in den Verkauf meiner Wohnung(en) stecken müssen und in andere schnöde materielle Dinge.

Und das am Sonntag? Na klar am Sonntag. Wann habe ich sonst Zeit dafür? Einen schönen derartigen, bevor ich es vergesse.

Wenn es gewollte Demütigungen gibt, dann gibt es natürlich auch Demütigerinnen und Demütiger – und wo kein Wille ist, ist wenigstens ein Gerät: Der Demütiger eben. Technisch gesehen ist es eine Art Teilgesichtsmaske mit einer eingebauten Sperre für die Aufnahme sprachlicher Kommunikation, an die zum Zweck gezielter Demütigungen eine Anzahl von Zusatzgeräten angebracht werden kann – unter anderem eben auch ein Staubwedel mit Straußenfedern.

Ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt. Hersteller und © 2006 für das Foto: Paul Scott Fetish Furniture.

humilator

Fast 40 Jahre habe ich sie von Wohnung zu Wohnung geschleppt - und jetzt schleppe ich sie zu Ebay.

eierdaenisch

Es gibt Leute, die wissen, was RSS ist, lassen aber lieber die Finger von XXX, und dann gibt es natürlich welche, die wissen, was XXX ist, haben aber keine Ahnung, was RSS ist. Wo die Ahnungslosen und die mit Ahnung behafteten zusammenkommen, heißt es dann RSSXXX – das ist eine neue Webseite. Sie können sich vielleicht denken, was es dort zu sehen gibt.

Verlinken? Nein, nein. Aber es ist wieder einmal ein Beispiel, wie Web 2.0 wirklich funktioniert.

Alle haben mal klein angefangen. Bei mir kam das Schlüsselerlebnis sozusagen mit einem dümmlichen Kindergedicht „Dunkel war’s der Mond schien helle, hell erleuchtet jede Flur“ (in manchen Versionen „schneebedeckt die grüne Flur“). Es wird gerne benutzt, um Menschen zu erklären, was Paradoxien sind – oder noch einfacher: Warum nicht eine Sache wahr sein kann und das Gegenteil davon auch wahr.

Für den Diagonaldenker ist hingegen logisch, dass der Mond nur dann hell scheinen kann, wenn es dunkel ist, weil doch am Tag die Sonne scheint – oder falls Ihre grüne Flur nicht schneebedeckt sein kann - gab es das nicht früher öfter mal im April?

Das wäre noch nicht so schlimm. Aber auf Dauer entdeckt man, dass eine Sache wahr sein kann und ihr Gegenteil auch – und dass es einer Entscheidung bedarf, zu sagen, welche Wahrheit man bevorzugen will. Sehen Sie, und dann erst beginnt die Sache richtig heikel zu werden – denn nun gäbe es noch einen dritten Weg: Weder das Eine noch das Andere für wahr zu halten, sondern sich einen Weg zu erdenken, bei dem beides gleichzeitig unwahr oder beides gleichzeitig wahr ist.

Nach und nach wird man zum Jongleur mit Wahrheiten – und wirft dann und wann auch mal eine unters Publikum. Siehe, ich schenke euch goldene Wahrheitchen – dir, du in der ersten Reihe sitzt, und dir dahinten im roten Kleid, und selbstverständlich auch dir, mit dem traurigen Gesicht in der letzten Reihe.

Guter Sex ist nicht leicht zu finden – und guter Cybersex schon gar nicht. Die Kolumnistin Regina Lynn bringt die Sache auf den Punkt: Es ist schwer, guten Sex online zu finden, wenn du eine Frau bist, und es ist schwer, überhaupt Sex zu finden, wenn du ein Mann bist – und an die Männer gerichtet: Cybersex ist die Sache der Frauen – wusstet ihr das nicht?

Nun, die Blütezeit des Cybersex ist ohnehin fast vergangen. Wer Sex online sucht, will seine Partnerin oder seinen Partner sehen – wenn man das kann, vermeidet man schon mal, in die Falle der Lockvögel aller Art zu geraten. Foren haben sich auch als letztlich lustlos erwiesen, und Blogs? Natürlich eignen sie sich dazu, ein paar Männer (und manchmal Frauen) anzulocken, die schon aus den Mundwinkeln sabbern, aber so richtig kommt der Sex eben nicht rüber.

Wie sagte die Kolumnistin? Cybersex ist eine Sache der Frauen. Fragt sich nur, wie lange Frauen Lust dazu haben, ohne erkennbare Gegenleistung virtuelle Höschen auszuziehen.

From the original article in "wired":

What people don't realize is that it's hard to find good sex online if you're a woman, and hard to find sex at all if you're a man ... you have to spend some time, talk to people, form relationships, and maybe -- just maybe -- sex will happen. Cybersex is a woman's world, didn't you know?

In den USA macht gerade ein Blog von sich reden, in dem gemischtrassige Menschen * (überwiegend natürlich wieder Frauen, wer könnte es ihnen verdenken) Bilder von sich hineinstellen können. Man darf dann raten, aus welcher Mischung das Gesicht einmal entstanden ist.

Allerdings finden Andere dies wieder pfuiteufelisch – man sieht, Bloggern gehen die Themen nie aus.

* Wer denn Ethnien sagen, will, meinetwegen.

Via Ethnoerotica

Ich amüsiere mich immer wieder über erotische Foren, und nach und nach erhärtet sich bei mir der Verdacht, dass dort zu einem Teil Scheinthemen initiiert und dann nach Kräften ausgeschlachtet werden, weil das eine Art Gratispromotion für die Webseite ist. Ich gebe ja selbst zu, dass es nicht einfach ist., sich jeden Tag neue Themen aus den Fingern zu saugen – aber im Erotikzirkus wird es nach und nach etwas langweilig, wenn die Unterschiede zwischen der Haut auf den Fußsohlen, auf dem Hinterteil und an der Pfirsichwange diskutiert werden.

Nach und nach beginnen sich Makler für meine Wohnung zu interessieren. Einer war gerade da – und versuchte, die Wohnung so weit wie möglich herunterzudrücken – etwa auf den Preis, für den eine dieser Bruchbuden angeboten wird, in die man gut und gerne noch 20.000 Euro stecken muss, bevor man überhaupt drin wohnen kann.

Nun habe ich schon mit Maklern gearbeitet, und akzeptiere, wenn sie mir ehrlich gegenübertreten – aber dass ein Makler nur auf Schnäppchenjagd geht, war mir neu. Immerhin war das Gespräch äußerst erhellend – und für mich natürlich eine neue Herausforderung.

Jede Frau und jeder Mann ist irgendwie verfügbar – nur nicht für jeden, nicht ständig und nicht für alles, was von ihr oder ihm verlangt wird.

Aus der Werbung der Firma Hülsta für das Schlafzimmerprogramm TAMIS.

huelsta

Foto: (Ausschnitt) Original: © 2006 by Hülsta, https://www.huelsta.de

Woher komm es, dass die meisten, die behaupten, es gäbe keinen Paarungsmarkt, in Wahrheit deren registrierte Mitglieder sind?

Ganz offenbar sind sich manche Linksblogger nicht zu schade, die letzten Nachrichten aus den Papierkörben der Presse noch in Polemik gegen die deutsche Politik umzuwandeln. Es zeigt mir einmal mehr, dass Blogs aus der Klotürenepoche eben nur schwer herauskommen. Fakt: Da schicken Leute aus Kenia Kaffee und Tee als symbolische Geste an das Geberland Deutschland, um damit ein Danke zu sagen – und wenn sie dann noch sagen: Gebt es den Armen – warum nicht?

Doch nun kommt ein linksgerichteter Nachrichtenverfälscher und macht daraus „ein Zeichen der Schande“ – und wieder lassen sich ein paar Leute in eine Diskussion über Hartz IV einfangen. Also bitte – die Zeiten, in der die SED und ihre journalistischen Stiefellecker jede Nachricht so umgedreht haben, dass daraus ein Angriff gegen die westdeutsche Regierung wurde, sollten eigentlich vorbei sein.

Neu: Eine Krähe in der Szenerie der frech-erotischen Tagebücher von Frauen – eine Mischung zwischen „gebrochene Herzen kann man nicht kitten“ und „Hauptsache, der Hormonhaushalt stimmt“ – im Blog wird das noch etwas drastischer ausgedrückt: es ging zumindeste ine Weile darum “die Lücke zwischen den Beinen zu stopfen“. Was soll man nun wünschen? Waidmannsheil? Waidfrausheil? Ich wünsche mal: Mögen Ihnen die Themen nicht ausgehen, Frau Krähe. Das geht nämlich ganz fix bei Erotikblogs.

Ihr Marktwert auf dem Partnermarkt besteht aus ihren sozialen, finanziellen, körperlichen, geistigen und seelischen Komponenten, während ihr Marktwert auf dem Flirtmarkt davon bestimmt wird, wie gut sie sich erotisch in Szene setzen können – und von sonst gar nichts.

Wenn sie oft im falschen Bett landen, sollten sie sich einmal überlegen, auf welchem Markt sie tätig sind. Auf Eselsmärkten kann man keine Kamele kaufen.

Frauen verführen Männer, aber sie tun es mit den Mitteln analoger Kommunikation. Im Laufe der Evolution haben die Menschen (und nicht nur die Männer) aber verlernt, auf viele Zeichen dieser Kommunikationsform zu reagieren, und Frauen beschweren sich dann „merkt denn dieser Stoffel gar nichts?“

Normalerweise plante Mutter Natur dies so: Frau sendet Zeichen, Mann wird herbeigelockt, beide spielen eine Weile ein Spiel miteinander, dann kommt es zu dem, was die Natur eigentlich damit beabsichtigt hatte – oder eben auch nicht.

Versteht nun der Mann die Zeichen nicht, so trabt er nicht an und beginnt mit dem verbalen Flirt (also dem Spiel miteinander, um zu entscheiden). Ob die Frau nun will oder nicht – in diesem Fall muss sie schon mal verbal ran – nämlich ein Gespräch beginnen – ein völlig harmloses, belangloses, wie es Männer eben auch tun, wenn sie Frauen ansprechen. Dazu gehört, sich selbst ein wenig zu überwinden: Frauen machen niemals den ersten Schritt, heißt es. Vergessen Sie’s – solange sie nicht Fragen: Wie wär’s mit uns zweien, Süßer“, wird der Mann immer denken, sie hätten das Gespräch tatsächlich nur per Zufall aufgenommen.

Wesentlich ausführlicher in Changes

Konfuzius sagt: „Der Weg hinaus ist durch die Tür – wie kommt es, dass niemand diesen Weg wählt?“ – ein möglicher Grund mag dieser sein:

Was für Ihre Seele eine Teppichkante ist, kann für andere wie eine Mauer aussehen – deswegen gibt es keinen Weg hinaus. Es nützt auch nichts, zu sagen, dass es sich um eine Teppichkante handelt, weil es für den Anderen eben eine Mauer ist. Sie können bestenfalls mit ihm auf den Teppich steigen – wenn Sie dann beide oben sind, erbieten sie sich noch, ihm wieder herunterzuhelfen. Das nächste Mal freilich muss er die Teppichkante selber überwinden – oder sich auf andere Weise zur Tür durchschleichen.

1. Gehe niemals aus
2. Wenn du ausgehst, trinke keinen Alkohol
3. Wenn du Alkohol trinkst, trinke wenig
4. Wenn du mehr trinkst, lass das Höschen nicht runter
5. Wenn du das Höschen runterlässt, bleibe keusch
6. Wenn du nicht keusch bleibst, mach es nur mit einem
7. Wenn du es mit Mehreren machst, erinnere dich wenigstens dran
8. 40 Prozent tun es nicht (sich vollständig erinnern)

Wenn ich alles falsch verstanden habe, dann können sie es bei den verknöcherten Möchtegernmoralisten hier richtig lesen.

Fotografie von Robert Baham, entdeckt von Jane Duval. Nicht gerade sensationell, aber was sofort auffällt: Diese Frauen haben außer Körpern auch noch Gesichter. Daran sollten sie unsere Amateure mal ein Beispiel nehmen.

Über drei Seiten erstreckt sich der ZEIT-Artikel über Blogs von Gero von Randow – und er schafft es, auf diesen drei Seiten ziemlich wenig über eigentlich gar nichts zu schreiben, aber immerhin wusste er etwas über Bücher, nämlich dies: „Die Leser lernten, nicht zuletzt vermittels der Märkte sowie spezialisierter Dienstleistungen wie Rezensionen, geeignete von ungeeigneten Büchern zu unterscheiden.“

Sie sollten sich, liebe Leserin oder lieber Leser, alleine diesen Satz einmal auf der Zunge zergehen lassen. Ersetzen Sie „Leser“ durch „Kunde“, „Rezensionen“ durch „Besprechungen“ und „Bücher“ durch irgendeinen (anderen?) Konsumartikel. Der Satz stimmt immer. Sogar für Huren - und damit diese nicht den "Konsumartikeln" zugeschlagen werden, muss ich nachträglich "Dienstleister" einfügen.

So, wie es etliche Methoden geben soll, ein Bier zu öffnen, gibt es sicherlich auch tausend Plätze, an denen sie Sperma antreffen können.

Sperma auf Sesseln und Sofas, naturfeucht, auf Computertastaturen, als Schleimspur von Mäusen, selbstverständlich über Handys dick verteilt. Nachtschränke, Wecker, pornografische Schriften und Bücher eignen sich ebenso wie Sperma auf Brillen, Schuhen und Lederbekleidung – nicht zu vergessen auf dem Fußboden. Vergaß ich etwas, was sie im Web zeigen können, ohne auch nur im Mindesten erröten zu müssen? Machen Sie sich keine Gedanken wegend des Rohstoffes. Sie brauchen nicht einmal Kunstsperma. Joghurt tut es auch.

Es muss nicht unbedingt auf Augenlidern sein, die Haare verkleben, das Gesicht unter einer opaken Schicht bedecken, in Spritzern auf nackten Händen und Füßen verteilt sein oder sich zwischen oder in Körperteilen befinden, die hier nicht näher benannt werden sollen. Das könnet man ihnen als Pornografie auslegen – selbst dann, wenn es auch Joghurt ist.

Ganz abzuraten ist freilich von der Veröffentlichung von Bildmaterial, in denen Kondome, Weingläser, Gebäck oder dergleichen in Verbindung mit dem oben genannten Stoff vorkommen. – Und wenn sie wissen wollen, wer mir die zündende Idee zu diesem Artikel gab – dann lesen Sie bitte hier.

Ein Blick in das Jammertal: Da fragen klagend Webautorinnen, warum sie „immer wieder an solche Männer geraten“. Wir wäre es, einmal zu fragen: „Welche Eigenschaften müsste ein Mann haben, den ich behalten will?“

Eine neue Kategorie bei Sehpferd? Sie werden es nicht für möglich halten: Sprüche. Zitate, Quotes. Zumeist von Sehpferd, manchmal bekannten Sprüchen nachempfunden, aber jedenfalls mit dem unvergleichlichen Schulterzucken: Wenn sie nicht hinlesen wollen, dann lesen sie halt weg.

 

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